Umzüge

In einem Großkonzern haben alle Abteilungen ja komische Kürzel wie DUM-ME-SA-CHE
oder DU-MM-KO-PF. Damit man auch nicht versteht, was die Leute machen,
lässt man sie ständig umziehen.

Solche Umzüge haben den Vorteil, dass sich keine Abteilung irgendwo heimisch fühlt oder
die Interabteilungskommunikation verbessert wird. Sonst würde der Konzern ja
effektiv von Abteilung zu Abteilung arbeiten.

Nur durch konstante Verwirrung verhindert man gute Abteilungsarbeit –
jede Abteilung hat ja ein anderes Budget. Da kann man nicht zusammenarbeiten.

Zurück zum Umzug – da ziehen also ständig Abteilungen im Bürohaus von einem Turm
in den anderen. Dabei wird alter Teppich neu verlegt. Dann stinkt es wochenlang
nach Klebemittel – aber egal. Dafür kann man ja nochmals umziehen.
Konstantes Bewegen, ohne etwas zu verändern lautet hier das Motto.

So herrscht ein buntes Treiben und niemand merkt, dass es eigentlich nur darum
geht, das Hirn einzuschläfern – wie heißt es doch bei Dilbert: numbing.

Es lebe das hirnlose Büro – das Rückgrat von Konzernen.
Die Arbeit wird in vielen Fällen ja von den externen Mitarbeitern erledigt,
die man treten und ausbrennen kann. Sie können ja woanders hinrotieren!

Genau so ist es – stand up for your rights!

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