Taxifahrer

Tja – da verschläft man mal und ruft sich ein Taxi –
kein Problem sollte man denken!

Weit gefehlt – wenn man morgens ein Taxi haben will und um 6:00 Uhr anruft,
hat die zuständige Mitarbeiterin scheinbar noch nicht ihre Ohren gewaschen und
verpeilt die Adresse …. dann wartet man vergeblich!

Ruft nochmal an – ups, wir schicken ein Taxi los.

Wieder 10 Minuten später noch kein Taxi da – wiederholter Anruf:
Ja, es ist auf dem Weg!

Doch der Zug wartet nicht – so schmilzt die in Ruhe kalkulierte halbe Stunde
auf schlappe 7 Minuten ….. der Taxifahrer fährt mit quietschenden Bremsen vor und
gesteht, dass er an der falschen Hausnummer gewartet hat! Glücklicherweise
hat der die gesamte Straße blockierende Müllwagen schon seinen Dienst verrichtet.

Kaum hat er den Sachverhalt begriffen beschleunigt die E-Klasse in der 30er Zone
auf schlappe 110 ….. wer es eilig hat, nimmt keine Rücksicht!

Oje – zum Glück war um diese gottlose Zeit noch kein Kind unterwegs. Über die Autobahn
mit 140 …. die Bremsen quietschen, das ABS greift auf dem Glatteis.

Der Taxifahrer beruhigt – er habe früher Autos von München nach Teheran überführt und
musste durch die Schluchten der Türkei bei Wind und Wetter. Er liebe das Fahren bei Schnee.

Zum Glück ist es eine moderne E-Klasse, so dass ich nicht das Gefühl habe, den Gurthalter in
den Händen zu haben 🙂 Berlins Taxis sind sehr verschieden – von außen alle gelblich,
aber innen teilweise sehr marode.

Nach einem kurzen Sprint und der Lichthupe an einen Bus quietscht es.
Der Fahrer entläßt mich mit der für die Firma nötigen Bescheinigung mit MWSt. und der genauen Bezeichnung
der Fahrstrecke in den Regen – es ist 7:07! In Deutschland hat alles seine Ordnung und nichts geschieht ohne Ausführungsverordnung.

Schnell wie ein Idiot über den gesamten Bahnsteig gehetzt und die Rolltrepper runter gestürzt –
da kommt schon der ICE, der um 7:08 den Bahnhof planmäßig verläßt!

What a way to start a day ….. und alles nur, weil ich verschlafen habe, da ich im Tiefschlaf den Wecker
aus- und lustigerweise wieder eingeschaltet habe! Zum Glück steht meine Frau nach mir auf und
weckt mich in solchen Situationen!

Danke an alle Taxifahrer, die so todesmutig fahren, nur damit verschlafende IT-Berater ihre Züge kriegen!

kaputte Vereine – viel Ärger

Tja – die Vereinsmeierei! Man kann nicht mit und muss nicht ohne 🙂

Ist schon eigenartig wie viel Emotionen Vereinsarbeit erzeugt –
Leute, die früher Führungsstil kritisiert haben und eine demokratische Führung versprachen
führen nun autokratisch und mit vielen kleinen und groben handwerklichen Fehlern.

Es ist das alte Problem: Macht korrumpiert!

Genauso wie große Organisationen Ideen töten  – ab einer gewissen Größe stirbt die Idee.

Ebenso sollte der Mut Neues zu beginnen nicht durch zu viel Energie in alte Dinge
getötet werden – wenn ich ein Haus baue, ist es manchmal billiger ein ganz neues Haus
zu bauen als ein altes modriges mit vielen Problemen zu renovieren ….
wenn dann noch eine bunte Eigentümergemeinschaft mit Altlasten ist,
macht die Renovierung noch weniger Spass.

Genauso strategisch verhält es sich in einem Verein –
wer ewig in der 2.Reihe steht, möchte auch mal in der 1. stehen!
Auch mit Lebenserfahrung 🙂

In diesem Sinn – nicht weiter so, sondern lieber richtig und dann mutig weiter!

Verantwortung

In so einer Firma – mit offener Kommunikation – wird natürlich auch im Fall von Fehlern,
Fehlerverhalten oder Problemen nicht offen kommuniziert.

Stattdessen wird der heiße Topf immer von einer Abteilung zur anderen geschoben –
die Begründung ist, dass die anderen das auch so machen! Toll – wie sagte meine Mama immer:
„Wenn andere Leute aus dem Fenster springen,
springst Du auch hinterher, ja ?“
Manche machen das wohl!

Interessant sind auch die beteiligten Einzelpersonen: nicht aufrichtig und ohne Ehre!
Wenn ich Fehler mache, kann ich diese doch zugeben und an der Bereinigung arbeiten.

So würden alle Beteiligten etwas lernen und jeder könnte mit Gesichtswahrung
im Sinn des Kunden und der Firma arbeiten – aber dafür bedarf es Mut und
organisatorischer Flexibilität damit umzugehen.

Ein ähnliches Klima – kalt und uninteressiert – wird Verbesserungen oder
Prozessänderungen entgegengebracht, die die Interabteilungsarbeit verbessern würden:
zuerst wird gesagt – „Oh, sehr interessant. Schreib doch da mal ein ToDo!“.

Dieses ToDo schreibt man dann, sendet es an die Leute und hört nie wieder etwas.
Auf Nachfragen heißt es dann, ob man nichts Interessantes hätte, da die Zeit drückt!

Willkommen in der Welt eines großen Konzerns ….

Offene Kommunikation

In dem Buch, das ich kürzlich lesen konnte, war über Großkonzerne berichtet,
dass je mehr dort über Dinge geredet wird, desto weniger sind sie real vorhanden.

Das trifft auch für offene Kommunikation zu – anstatt externe und interne Mitarbeiter
in der Form zu informieren, dass bekannt ist, wann Termine anstehen, die nur für
interne MA sind, wird einfach so getan, als ob die externen nicht da sind.
Das führt dann dazu, dass die Leute einfach verschwinden – ohne Ansage sind die Flure leer.

Natürlich wird angenommen, dass man in der Zeit (ohne alle internen MA) arbeiten kann –
in einer Abteilung, die auf Kommunikation angewiesen ist, ist das natürlich großer Bockmist:
aber so ist eben offene Kommunikation in geschlossener Art und Weise.

Toll – lang lebe die Lüge!

keiko – shizen sein

Was für ein Training – wunderbar!

Der Geist und der Körper machen den Mensch zum Tier – so sagt man. Was den Mensch zum Mensch macht,
ist das Ego, welches Geist und Körper lenkt und kontrolliert.

Dabei nur so sein wie man ist – shizen, natürlich 🙂

Nicht zu überdreht fröhlich oder traurig – natürlich und locker.

Das passt doch nach so einem schönen Arbeitstag mit unendlichem Schwachsinn und
soviel Dum*fug. In diesem Sinn – nicht aufgeben:
dotai, doshin, dogen.

Natürlich und unbeschrieben wie ein Kind!

Überlastung – BurnOut oder warum externe Mitarbeiter so häufig wechseln

Was für eine Stimmung –
nach einem ersten Arbeitstag kriegt man um 18:00 Uhr mit einem Unterton des
„Ach, Du hast ja eh nix zu tun“ gesagt, dass man ein neues Aufgabengebiet übernehmen soll.
Dabei hat der erste Tag 200 E-Mails, die bearbeitet werden wollten und viel Ärger mit Dingen gebracht,
die liegen geblieben sind.

Die internen Mitarbeiter sollen schließlich nicht so viel arbeiten bzw. überarbeitet sein.
Die externen sind das ja gewöhnt – geile Sache!

Diese Schwachsinnsidee, dass man mehr schafft, wenn man länger im Büro ist.
Die A-Leute sind der Beweis dafür, die nach einem 1,5 Arbeitstag dann irgendwelche Kacke verzapfen,
die bis zum Produktionsstillstand führt. Aber das interessiert ja keinen.

Nach 10 Stunden ist eh der Versicherungsschutz weg und dann ist es auch egal,
ob man nun 20 oder gleich 30 Stunden arbeitet.

Kein Wunder, dass die externen so verschlissen werden –
hoch lebe Intuitives Management bzw. Burnout.

Wochenende in Brandenburg

Mensch – den Sonntag mal in guter alter Tradition verbracht und den Speckgürtel Berlins erkundet.
Manchmal ist es schon erschreckend, wenn man sieht, wie wenig Leute in Brandenburg leben bzw.
wie ausgestorben die Dörfer wirken und das so viele Jahre nach der Wende.
Anderer Dörfer erstrahlen im Licht des Reichtums oder der EU-Fördergelder – neue Straßen, Gullydeckel, Fußwege.
Einige Straßen wirken so künstlich, dass man sich wirklich fragt, ob hier Menschen leben oder
nur ein Dorfanger nach EU-Vorgabe wieder hergerichtet wurde.

Bloss schnell zurück nach Berlin – hier pulsiert das Leben.

Denkanstoß

Ach ja – dieses wunderbar Blog ist nur auf Anregung durch ein Buch entstanden.
Wir nennen es Arbeit (ISBN-10: 3453120922)
….. ach ja – und durch eine kleine Krankheit, die mich an den Rechner zwingt.

Danke an die Autoren für den Mut zum freien Denken und die witzige Zusammenstellung eines Lebensgefühls, das auch mich schon eine Weile – spätestens seit der Beendigung des Studiums vor 2 Jahren – verfolgt.